Colonia Corrupta: Die 6. und erweiterte Neuauflage ist erschienen! “Überraschend” aktuell die neuen Kapitel: “Köln als deutsche Korruptionshauptstadt” – ab 1948 wird von Köln aus flächendeckend die illegale Parteienbespendung durch Unternehmen organisiert, die Täter: BDI, BDA, Institut der Deutschen Wirtschaft, Bank Oppenheim, Adenauer. Das prägt die “wirtschaftsnahen” Parteien der BRD und die Stadt Köln bis heute. Natürlich ein Kapitel zum Einsturz des Kölnarchivs – dabei ergänzten sich die schwarz-gelbe Koalition in Köln und NRW mit ihrem Privatisierungswahn und die Praktiken der Baukonzerne: Da wuchs zusammen, was zusammengehört und unser aller Geld und Sicherheit gefährdet. Natürlich ein neues Kapitel zum Kapitalverhältnis des sittenwidrigen Sittenwächters Kardinal Meisner, ein neues zur bestellten NS-Weißwäsche im Verlag Dumont Schauberg… Genaueres auf dieser website unter “Bücher”

Bank Oppenheim: die persönlich haftenden Gesellschafter sind “zur Führung einer Bank ungeeignet”, sagt die Finanzaufsicht. Sie bedienten sich in “ihrer” Bank vor allem selbst, mit günstigen und unbesicherten Krediten usw. Das war schon lange klar: Der Bankier. Ungebetener Nachruf auf Alfred Freiherr von Oppenheim. 3., geschwärzte Ausgabe, Frankfurt 2006. Die Schwärzungen wurden inzwischen zur Hälfte vom Gericht aufgehoben, ich stellte Strafanzeige gegen Bankchef Krockow wegen falscher eidesstattlicher Versicherung – der Berliner Staatsanwalt stellte jetzt die Ermittlungen “wegen geringer Schuld” ein. Dürfen Bankrott-Banker ungestraft lügen?

Public Private Partnership (PPP): wegen der Bankenrettung steigen die Schulden der öffentlichen Hand, da scheint PPP die Lösung – doch die ist am Ende doppelt so teuer.  “Heuschrecken” im öffentlichen Raum. Public Private Partnership – Anatomie eines globalen Finanzinstruments. transcript Verlag 2008 (mit einem Dutzend Projektanalysen)

Cross Border Leasing (CBL), letzter Stand:  Sendung “Odysso” in SWR 3 TV 17.9.2009, mit ausführlichem Interview

Buch “ArbeitsUnrecht” erschienen

Der von mir herausgegebene Sammelband ist jetzt im Verlag Westfälisches Dampfboot erschienen. Gegenwärtig wird in der Öffentlichkeit laufend über Bagatellkündigungen diskutiert. Aber das Spektrum des Arbeits-Unrechts ist wesentlich größer: unbezahlte Mehrarbeit, Zielvereinbarungen, “gelbe” Gewerkschaften, Betriebsratsverhinderung, Zwangsarbeit für Hartz IV-Empfänger, Tagelöhnerei…

Bisher vereinbarte Veranstaltungen:

Banken: Brandstifter als Feuerwehr

Die bankrotten Banken müssen geordnet in die Insolvenz geführt werden. Sie haben keine „Systemrelevanz“, sondern sie gefährden das ökonomische und demokratische System. Die Alternative heißt „good banks“. junge welt 23.4.2009

Die bisherigen Rettungsmaßnahmen für die bankrotten Banken bedeuten noch mehr Staatsverschuldung, noch weitere Abwertung der konkreten Arbeit, noch mehr diktatorische Regimes und noch mehr Kriege. Die Alternative liegt in der konsequenten Ausrichtung des Finanzsystems an Wohlstand und Sicherheit der Bevölkerungsmehrheit. Den ganzen Beitrag lesen

1931 wurden Dresdner Bank und Commerzbank schon mal verstaatlicht – unter Hitler wurden sie profitabel reprivatisiert

Neoliberale Verstaatlichung als Beginn der direkten Bankenherrschaft

(junge welt 18. Januar 2009)

Die Bundesregierung steckt 18 Milliarden Euro in die Commerzbank, weil die notleidend ist und damit zugleich die notleidende Dresdner Bank aufkaufen kann. Für die Medien ist der Einstieg des Staates als Hauptaktionär der Dresdner Bank ein „neues Kapitel in der deutschen Wirtschaftsgeschichte“: Der Einstieg sei notwendig, auch wenn er für „den Steuerzahler einige Gefahren“ mit sich bringe, räsonniert der halbkritische mediale Liebediener Alexander Hagelüken in der Süddeutschen Zeitung. Doch es handelt sich keineswegs um ein neues Kapitel, sondern um eine Wiederholung, und die Gefahren sind wesentlich größer als dass dem  „Steuerzahler“ nur tief in die Tasche gegriffen wird. Es droht ein beschleunigter Systemwechsel. Die Verstaatlichung der Dresdner Bank und der Commerzbank 1931 und die folgende Reprivatisierung zeigen das. Den ganzen Beitrag lesen